Der Gütezustand der Nagold in den vom Verein bewirtschafteten Gewässerstrecken ist auf Grundlage der biologisch-ökologischen Beurteilungskriterien überwiegend der Gewässergüteklasse II (mäßig belastet) zuzuordnen.

Im Bereich zwischen Kohlerstal und Hirsau ist eine leichte Verschlechterung der Wasserqualität festzustellen, die für diesen Streckenabschnitt eine Einordnung der Nagold in die Güteklasse II - III (kritisch belastet) zur Folge hat. Ursache hierfür ist die Ausleitung fast der gesamten Nagoldwassermenge beim Stauwehr in Talmühle oberhalb von Kohlerstal in Verbindung mit der Einleitung nicht ausreichend geklärten Abwassers in die flußab gelegene Restwasserstrecke bei Kohlerstal, sowie Abwassereinleitungen unterhalb der Rückführung des ausgeleiteten Wassers bei Kentheim.

Diese Verschlechterung der Gewässergüte ist ein anschauliches Beispiel für die Auswirkung von Querverbauungen und Ausleitungsstrecken, die nicht nur einen negativen Einfluß auf die Durchgängigkeit der Fließgewässer ausüben, sondern auch zu nachhaltig ungünstigen Folgen hinsichtlich der Wasserqualität führen können. Erst ca. 6 km flußabwärts ist bei Hirsau durch die Selbstreinigungskraft des Gewässers wieder die ursprüngliche Gewässergüteklasse II erreicht.

 

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